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 Betreff des Beitrags: Was ist die liberale Position zu Kriegen?
BeitragVerfasst: So Sep 18, 2011 4:59 pm 
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Registriert: Sa Sep 17, 2011 8:14 pm
Beiträge: 134
Aus der liberalen Theorie folgt, daß gewisse Arten von Kriegen abzulehnen sind. Beispielsweise widerspricht ein Raubkrieg oder ein Krieg zur Versklavung einer Bevölkerung liberalen Prinzipien. Die klassischen Liberalen wandten sich auch gegen Kabinettskriege, die im Interesse einer zumeist adeligen Oberschicht oder einfach zum Zeitvertreib geführt wurden.

Hingegen sollten Kriege zulässig sein, die sich auf das Recht zur Notwehr oder das Recht zur Nothilfe stützen. Relativ einfach liegt der Fall eines Verteidigungskriegs im engen Sinne (direkter Angriff auf Land und Leute).

Aber es kann auch andere Fälle geben, wie beispielsweise einen präventiven Schlag bei einer sich aufbauenden Bedrohung. Man muß ja auch nicht abwarten, bis jemand, der eine Waffe auf einen richtet und droht zu schießen, buchstäblich geschossen hat. Ein Beispiel, das sich so argumentieren läßt, wäre die Ausschaltung von Atomwaffen in der Hand eines Regimes, das sich zu deren möglichem Einsatz zum Angriff auf einen oder Verbündete bekannt hat. Beispiel könnte Iran sein.

Zum anderen kann man aber auch Nothilfe leisten, wenn Rechte von Menschen verletzt sind, und beispielsweise einen Diktator stürzen. Es gibt aus liberalen Prinzipien keine Pflicht, aber eine Berechtigung schon. Beispiele könnten Libyen oder Iraq sein. Ein anderes Beispiel wäre Nothilfe im Zuge von vertraglichen Verpflichtungen oder eine Bündnisses.

_________________
"Den rechten Kämpfer jedoch für die Rechte und Freiheiten des Volkes
erkennt man daran, dass er auch in den für den Liberalismus ungünstigen
Zeiten auf dem Platze bleibt."
- Eugen Richter 1884 im Reichstag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist die liberale Position zu Kriegen?
BeitragVerfasst: Do Sep 22, 2011 11:41 am 
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Registriert: Sa Sep 17, 2011 8:14 pm
Beiträge: 134
Als Referenz, die etwas ältere Diskussion auf Volokh Conspiracy unter:

http://volokh.com/posts/chain_1184647054.shtml

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"Den rechten Kämpfer jedoch für die Rechte und Freiheiten des Volkes
erkennt man daran, dass er auch in den für den Liberalismus ungünstigen
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist die liberale Position zu Kriegen?
BeitragVerfasst: Di Sep 27, 2011 1:58 am 
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Registriert: Sa Sep 17, 2011 8:14 pm
Beiträge: 134
eugen hat geschrieben:
Als Referenz, die etwas ältere Diskussion auf Volokh Conspiracy unter:

http://volokh.com/posts/chain_1184647054.shtml


Gegenposition von Bryan Caplan "The Common Sense Case for Pacifism" unter http://econlog.econlib.org/archives/2010/04/the_common-sens.html

Und die Diskussion zwischen Bryan Caplan und Ilya Somin unter http://econlog.econlib.org/archives/2011/07/caplan-somin_li.html

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erkennt man daran, dass er auch in den für den Liberalismus ungünstigen
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- Eugen Richter 1884 im Reichstag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist die liberale Position zu Kriegen?
BeitragVerfasst: Sa Okt 08, 2011 3:34 pm 

Registriert: Sa Okt 01, 2011 8:35 pm
Beiträge: 33
Interessanter Artikel zum Thema:

"Violence, Wars, and States" von Gary Chartier unter http://bleedingheartlibertarians.com/2011/09/violence-wars-and-states-2/#more-1240

_________________
"Keine Freiheit ist einem Volke jemals geschenkt worden. Jede Freiheit, die von
oben gegeben wurde, mußte entweder im Kampfe behauptet oder im Kampfe wieder
errungen werden."
- Eugen Richter 1879 im Reichstag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist die liberale Position zu Kriegen?
BeitragVerfasst: Sa Okt 08, 2011 4:19 pm 

Registriert: Sa Okt 01, 2011 8:35 pm
Beiträge: 33
Und noch ein Artikel von Bleeding Heart Libertarians:

Fernando Teson, "Libertarian Wars" unter http://bleedingheartlibertarians.com/2011/08/libertarians-wars/

_________________
"Keine Freiheit ist einem Volke jemals geschenkt worden. Jede Freiheit, die von
oben gegeben wurde, mußte entweder im Kampfe behauptet oder im Kampfe wieder
errungen werden."
- Eugen Richter 1879 im Reichstag.


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